In der Studie "Operational Excellence" wurden mehr als 200 europäische Top-Unternehmen aus fünf Branchen (Automobil, Chemie, Konsumgüter, Maschinen- und Anlagenbau, Pharma) befragt. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Identifikation des Status-quo sowie der zukünftigen Herausforderungen bezüglich "Operational Excellence" aus Sicht der Industrie. Ergänzend wurden die Erfolgsfaktoren bei der Realisierung solcher Programme ermittelt. Die Studie zeigt deutlich, welchen hohen Stellenwert das Thema "Operational Excellence" bei den Top-Managern der Unternehmen erreicht hat.
"Operational Excellence": Unternehmen rechnen mit Einsparungen bis zu 20 Prozent
Das Potential von "Operational Excellence" schätzen die meisten Unternehmer auffallend hoch ein: So wollen rund 40 Prozent der Befragten in den kommenden zwei Jahren mit entsprechenden Programmen Einsparungen von fünf bis zehn Prozent realisieren. Weitere zehn Prozent erwarten sogar Einsparungen von zehn bis zwanzig Prozent. Die andere Hälfte rechnet immerhin noch mit Kostensenkungen von zwei bis fünf Prozent.
Einkauf: Grosses Potenzial für E-Procurement
E-Commerce war in den vergangenen Jahren ein zentraler Aspekt von "Operational-Excellence". Heute spielt der Verkauf über das Internet nur noch für Chemie- und Pharma-Unternehmen eine herausragende Rolle. Die Konsumgüterindustrie oder auch die Automobilhersteller sehen ihr "Soll" hier bereits erfüllt. Anders verhält es sich mit dem Einkauf über das Internet: E-Procurement besitzt für alle befragten Branchen auch in Zukunft höchste Priorität.
Supply Chain Management: Kritischer Erfolgsfaktor
Das Thema Supply Chain Management bewerten die meisten Befragten als zentrales Projekt - noch vor Produktion und Einkauf. So schätzen 94 Prozent der Teilnehmer die Optimierung der Prozessketten als kritischen Erfolgsfaktor für ihr Geschäft ein. Der Trend geht dabei klar zu kundengetriebenen, ganzheitlichen Prozessketten, die die wenigsten der befragten Unternehmen bereits realisiert haben.
Produktion: Standort Deutschland weiter attraktiv
Die Standortfrage spielt für rund 50 Prozent der Befragten eine zentrale Rolle. Dabei dreht sich alles um die Effizienzsteigerung an bestehenden Standorten und die Konsolidierung des Produktionsnetzwerkes. Hier rechnen die Manager mit Einsparungen von mehr als sechs Prozent. Der Trend: Die Globalisierung schreitet in der Produktion unaufhaltsam voran - zugleich liegt der Fokus bei der Standortfrage vor allem auf den Niedriglohnländern Asiens und Osteuropas. Dennoch: Trotz der radikalen Kostensparprogramme bleibt der Standort Deutschland für die meisten deutschen Unternehmer (54 Prozent) weiter attraktiv.
