candidus - cash management working capital studie

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist das Cash Management von entscheidender Bedeutung für die Unternehmen. Wir haben die derzeitigen Verfahrensweisen bei einer repräsentativen Auswahl von rund 250 Firmen aus dem deutschen Mittelstand unter die Lupe genommen, speziell in den Branchen Anlagen- Maschinenbau, Zulieferindustrie, Automobil, Konsumgüter, Baustoffe.
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung
  • Zusammenhänge erkennen
  • Austausch mit Vordenkern

Fakt ist, dass in zahlreichen Fällen ein hohes Maß an Liquidität im Umlaufvermögen gebunden ist und es beim Cash Management deutlichen Optimierungsbedarf gibt.

Ursachen und Erkenntnisse:

  1. eine hohe Kapitalbindung in Forderungen durch entsprechendes Zahlungsverhalten der Kunden. Erstaunlich viele Firmen haben kein oder nur ein mangelhaftes Forderungsmanagement einschließlich nicht festgelegter Zahlungsbedingungen.
  2. zu hohe Bestände durch ungenügende Planung der Supply Chain; dabei große Branchen-abhängige Unterschiede feststellbar; die Transparenz bei den Beständen ist oftmals sehr undurchsichtig und ein durchgängiges Working Capital Management fehlt oft komplett. Sehr oft ist auch die Supply Chain mit mangelhaften Prozessen organisiert und verfügt über wenig Struktur.
  3. niedrige Verbindlichkeiten durch ungenügend geplante Einkaufsprozesse. Ein sinnvolles Lieferantenmanagement ist oftmals nicht installiert; eine Lieferantensegmentierung fehlt; es gibt keine einheitlichen Zahlungsbedingungen

Folgerungen:
Wir sind der Ansicht, dass es grundsätzlich möglich ist, das Working Capital bei einem durchschnittlichen Mittelständler deutlich zu senken. Dies würde speziell in Krisenzeiten und bei Liquiditätsengpässen den Handlungsspielraum vieler Unternehmen signifikant erhöhen. Die allgemein erstaunlich hohe Kapitalbindung bei Mittelständlern deutet darauf hin, dass dem Thema keine angemessene Priorität beigemessen wird. Das große Handlungspotenzial zum Wohle des Unternehmens wird oft nicht erkannt.

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